Rückzugsorte mit ganz viel Erinnerungen

Blick vom ehemaligen Freizeitheim bei Papelau

Habt ihr auch einen Ort an dem Ihr von Erinnerungen übermannt werdet? Einen Ort, an den Ihr immer wieder gerne zurück kommt und Euch dort einfach nur geborgen fühlt? Ein Ort, der so mächtig ist, dass ihr vor Rührung Tränen in die Augen bekommt? In obigem Foto seht Ihr einen solchen Ort, einen Ort an dem ich einen Großteil meiner Pfingst- und Sommerferien in meiner Kindheit und Jugend verbracht habe und der all die beschriebenen Attribute in sich vereint. Hach.

Das Freizeitheim, wo die Freizeiten statt fanden, wurde von der Kirchengemeine betrieben in der ich wohnte. Im Freizeitheim Pappelau wurden jedes Jahr in den Sommerferien Kinderfreizeiten veranstaltet. Ich bin meiner Mutter heute noch dankbar, dass sie mich, seit ich 6 war, insgesamt sieben Mal auf diese Kinderfreizeiten geschickt hat, obwohl das finanziel für sie bestimmt nicht einfach war.

Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir soo viele Geschichten ein, es ist unglaublich. Allein schon der Kommentar von Sabine in meiner Facebook Nachricht läßt so vieles wieder lebendig werden. Dort habe ich mit ihr und anderen die fiesesten Streiche ausgeheckt, auf der Rosenterasse meine erste Zigarette gepafft (Camel, weiß ich heut’ noch), unzählige Nachtwanderungen durch finsteren Wald unternommen und die genialsten Geländespiele gespielt. Und Blumenkohlen darf man auch nicht vergessen.

In Blickrichtung des obigen Bildes existiert ein Steinbruch. Dieser Steinbruch “bedrohte” die Existenz des Freizeitheims, weshalb die Kirchengemeinde schon während meiner Zeit dort bedrängt wurde, das Grundstück zu verkaufen und so den Weg für den Steinbruch frei zu machen. Irgendwann gab sie nach und verkaufte. Wie man sieht, könnte das Freizeitheim heute noch dort stehen.

Ich kehre an diesen Ort meist in Zeiten zurück, in denen es mir nicht gut geht. Ist zwar auf der einen Seite blöd, da man sich noch etwas weiter runter zieht, aber egal. Heute war es einfach nur eine Laune (weil ich Lust hatte spazieren zu  fahren). Und dann diese tolle Abendsonne.

Für Leute die mit diesem Ort keine Erinnerungen verbinden, werden diesen Post sehr wahrscheinlich sentimental finden. Ist er ja auch. Er ist aber hauptsächlich an meine Jugend und die damaligen Freunde gerichtet, in der Hoffnung sie auch etwas in Erinnerung schwelgen zu lassen. Und ich hoffe, dass diese ebenfalls so positiv auf Euch wirken, wie sie es auf mich tun.

RIP Pappelau

P.S.: Ich hatte mit meinem Handy auch noch ein paar Videos gemacht, die ihr hier und hier ansehen könnt.

Creative Commons

Wenn ich schon Pirat bin, dann will ich auch den Creative Commons Gedanken unterstützen, weshalb ich die Inhalte in meinem Blog ab sofort unter der Lizenz CC-BY-SA veröffentliche.

Mit dieser Lizenz ermögliche ich es anderen, meine Inhalte, also meine Texte, Bilder und sonstigen Inhalte, unter Nennung des Ursprungs bzw. Urhebers weiter zu verbreiten. Auch dürfen Änderungen vorgenommen werden, z.B. Zitate gekürzt werden, oder Bilder weiterverarbeitet und verändert werden. Die Änderungen müssen allerdings unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden, wie das Ausgangsmaterial, in meinem Fall also unter besagter CC-BY-SA Lizenz.

Ich denke zwar nicht, dass mein Blog die nötige schöpferische Tiefe besitzt, als dass die Lizenz wirklich nötig wäre. Und doch will ich die Idee dahinter unterstützen. So gibt es nicht nur eine Vielzahl von Blogs, die ihre Inhalte unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlichen. Creative Commons ist auch bei Musikern sehr beliebt um z. B. der GEMA zu entgehen. Im Internet (sic! wo sonst) gibt es viel freie Musik zu entdecken.

Das bekannteste CC Musik Portal dürfte wahrscheinlich Jamendo sein. Auf Jamendo können Bands ihre CC Musik zum freien Download anbieten und gleichzeitig bekommen sie die Möglichkeit mit ihrer Musik Geld zu verdienen, indem man sogenannte kommerzielle Lizenzen der Lieder oder Alben erwirbt. Für den privaten Gebrauch ist das allerdings nicht nötig, nur bei kommerzieller Nutzung der Musik.

Dann gibt es noch das Internetradio Darkerradio, welches monatlich die Free Music Charts veröffentlicht. Hier findet sich ein bunter Mix aus allen möglichen musikalischen Stilrichtungen und hat zumindest mir den Einstieg in die CC Musik erleichtert.

Flattr – jetzt auch hier

Bei Netzpolitik.org gibt es aktuell 150 Flattr Invite Codes. Da ich inzwischen so einige Blogs lese, deren Beiträge auch geflattrt werden können, war es letztlich nur eine Frage der Zeit, bis ich auch einen Invite Code ergattere, und so ist es nun heute geschehen. Da Flattr ein auf Gegenseitigkeit beruht, habe ich Flattr in mein Blog eingebunden und erwarte nun astronomische Einnahmen über mein Blog. In diesem Sinne: Happy flattr!

P.S.: Wer Sarkasmus oder Ironie findet, darf sie behalten! :)

http://www.netzpolitik.org/2010/150-flattr-einladungen/n

Bahnunterführung in Erbach kommt

Hurra, aber hat irgend jemand in Erbach mitbekommen, dass die Bahnunterführung in Erbach jetzt doch gebaut wird? Noch Ende Mai habe ich auf einen Tweet von Martin Rivoir (SPD, MdL) entsprechend geantwortet, dass mir die Bahnunterführung in Erbach wichtiger sei, als der Landeszuschuss für den Straßenbau in Ringingens Neue Mitte, das er »als gutes Signal für Erbach« wertete. Durch Zufall habe ich nun auf der Webseite des Erbacher CDU Ortsverbands den Hinweis gefunden, dass die seit langem geplante Bahnunterführung jetzt wohl endlich gebaut wird.

In einem offenen Brief wurde letztes Jahr die weitere Verzögerung bei der Umsetzung der Bahnunterführung angeprangert. Auf diesen offenen Brief reagierte die Stadt Erbach mit Unverständnis, da just zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Mittelfreigabe vom Land kam, sodass der Baubeginn in grefbare Nähe rückte. Beides war in den Erbacher Nachrichten (Amtsblättchen) nachzulesen. Leider finde ich die entsprechenden Passagen nicht mehr im Archiv.

Dann kam allerdings das Konjunkturpaket II in Spiel und die Erbacher waren wieder die gekniffenen, da das Land die bereits zugeteilten Gelder nun wieder einfrohren und das Projekt damit auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Nun scheint es also wirklich los zu gehen. Nur, keiner hat es mitbekommen. Auch in den Protokollen des Gemeinderats findet sich herzlich wenig. Einzig den folgenden lapidaren Punkt in der Sitzung vom 19. April 2010:

5. Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs im Zuge der L 240

Der Auftrag für die Arbeiten wurden an die Firmen Schmid, Geiger & Schüle erteilt.
Der Baubeginn steht noch nicht fest. Der Bauzeitenplan wird derzeit erstellt.

Sonst nichts.

Egal, wollen wir uns freuen, dass der bestehende Bahnübergang aufgelöst und durch eine neue Bahnunterführung ersetzt wird. Die CDU-Erbach hat auch gleich noch ein PDF parat, mit dem entsprechenden Bauplan (woraus ich mir das nachfolgende Bildchen geschnitten habe):

Neubau Bahnunterführung Erbach

In Zukunft werden wir also fünf Kreisverkehre in Erbach haben. Dadurch, dass die Unterführung nicht an der Stelle des alten Bahnübergangs entsteht, sind nun weitere Wege nötig um die Einkaufsmöglichkeiten jenseits der Bahnlinie zu erreichen. In meinen bisherigen Annahmen, bin ich davon ausgegangen, dass der bestehende Bahnübergang schlicht durch eine Unterführung ausgetauscht wird. Jetzt werden also gleich drei bauliche Maßnahmen angegangen:

  • Rückbau bestehender Bahnübergang und Bau einer Fußgängerunterführung
  • Bau eines weiteren Kreisverkehrs im Verlauf der B 311
  • Bau Kreisverkehrs im Verlauf der L 240 auf Höhe Rewe

Vielleicht wohne ich noch nicht lange genug in Erbach (4 Jahre), damit mir das nicht klar war. Auf der anderen Seite verwundert mich das nun auch nicht wirklich. Warscheinlich verstehe ich nur nicht, dass zwei neue Kreisverkehre, zwei Unterfüührungen und einmal Rückbau Bahnübergang eben doch günstiger sind, als einmal Bahnübergang auflösen und statt dessen eine Unterführung zu buddeln.

Wie dem auch sei: Ich werte die Auflösung des Bahnübergangs als richtiges Signal für Erbach. Bringt bestimmt mehr, als die neue Neue Mitte in Ringingen.

Kategorie Lautsprecherselbstbau schon wieder gestorben

Zumindest vorerst. Nachdem ich beim Daten ausmisten dieses Wochenende die Inhalte meiner alten Domain boxenwastel.de wieder entdeckt habe, habe ich mich aus Nostalgie Gründen dazu entschlossen die Inhalte kurzerhand wieder online zustellen. Die Seite ist sooo herrlich einfach und irgendwie Nineties (obwohl sie aus den 2000ern stammt, gnihihi), dafür ist der Code rasend schnell.

Ihr findet die Seite unter:

boxenwastel.lenz-online.org

Viel Spaß beim stöbern.

Mein erstes Projekt – CT 200 aus Klang+Ton 2/2003

Aufbau

Der CT 200 ist ein Sateliten Sub-Woofer System, in welches folgende Chassis verbaut sind:

Der Subwoofer beinhaltet:

Den Bausatz bzw. die Chassis und sonstigen Bauteile habe ich über Lautsprechershop.de bezogen.

Die Gehäuse sind einfach auf Stoß verleimt und mit 19mm MDF aufgebaut. Lediglich die Schallwand des Sub-Woofers ist aus 22mm MDF, das aber auch nur, weil ich mich verfräst habe und der Bauhaus zu diesem Zeitpunkt kein 19mm MDF verfügbar hatte. Continue reading