Asia back on the Road again

Asia. Kennt das noch wer? Asia war in den 1980ern sehr populär. Musikalisch einzureihen ist Asia in der Kategorie AOR (Adault Oriented Rock – wer denkt sich eingentlich solch bescheuerte Genres aus?). Ein anderer bekannter Vertreter dieses Genres ist z.B. auch Toto.

Nun höre ich seit Wochen die vorletzte Albun von Asia: Silent Nation. Dieses Album ist phantastisch. Nicht nur, dass es in Teilen wieder ein schönes Progressive Rock Album ist, es erzählt auch schöne Geschichten die einen, je nach pesönlicher Gefühlslage, berühren oder auch nicht. Die Stücke pendeln meist zwischen eingängigem Pop/Rock mit abschweifen in progressive Klangwelten und Gitarrensoli. Einziges Manko der Songs ist, dass diese Wechsel nahezu in allen Songs vorkommen, was die Songs alles irgendwie gleich klingen lässt, ohne dass dies wirklich der Fall wäre. Klasse Anspieltipps wären:

  • Blue Moon Monday
  • Gone too Far
  • Darkness Day

Unter den anderen Songs gibt es wenige Ausfälle, allesamt eingängige Pop/Rock Songs. In vielen Songs sind deutliche Anleihen an Emmerson, Lake and Palmer Songs zu finden. Dass, obwohl das frühere, und jetzt wieder, Asia Bandmitglied Carl Palmer an diesem Album überhaupt nicht beteiligt war. Die Keyboardsounds einiger Songs erinnern doch stark an das Album Black Moon von Emmerson, Lake and Palmer aus dem Jahr 1992.

Warum nun der Titel Back on the Road again?

Beim Stöbern im Internet zum Thema Asia bin ich auf deren Homepage gestoßen und habe dort deren Tour Ankündigung für 2010 gefunden. Witzig finde ich hier irgendwie den gewählten Domainnamen (originalasia.com) im Zusammenhang mit dem Announcement auf der Tourdate Seite:

Please note – unless dates are posted here, any rumours of Asia gigs remain simply rumours or misrepresentations.

Nun ja, Gerüchte haben irgendwie noch nie geschadet, halten diese einen doch bei den Fans im Sinn. Bei Pink Floyd funktioniert mit möglichen Reunions seit Jahrzenten (Ok, seit dem Tod von Rick Wright im September 2008 ist es etwas ruhiger geworden).

Asia ist also dieses Jahr in Europa und damit auch in Deutschland auf Tour. Nachdem ich derzeit relativ viel diese Musik höre, werde ich mir wohl eine Karte für den 6. Mai in Reichenbach holen, womit 2010 sich für mich zu einem echten Konzertjahr zu entwickeln scheint.

“One Shot Not” auf Arte geht weiter

Nach längerer Wartezeit geht es auf Arte mit dem Musikformat One Shot Not weiter. Ab 14. Januar 2010 wird es die Sendung wöchentlich geben, statt wie bisher monatlich. In dieser Sendung bringt Manu Kathché Künstler aus den verschiedensten Musikrichtungen zusammen um jeweils am Ende der Sendung gemeinsam in einer Jamsession Musik zu machen. Dabei können u.U. sehr interessante Gruppierungen entstehen.

Am 14. Januar erwarten uns in der Sendung:

Laut Arte Website wird die Sendung selbst etwas kürzer sein als bisher (ca. 60 Minuten statt bisher 80 – 90 Minuten) und in HD aufgenommen sein.

Sendetermin: 14. Januar, 23:35 Uhr, arte

Update 16. Januar 2010:

Nachdem heute Abend nix vernünftiges in der Glotze kam, habe ich mir die Sendung von Donnerstag angesehen. Zunächst fällt einem die Verkürzung der Sendung auf, weil man unweigerlich denkt “Was, schon vorbei?!” Dafür bekommt man in der Sendung mit kurzen Einspielern einen Einblick in die kommende Sendung sowie am Ende ein to be continued…

Ansonsten hat mich heute die Musikauswahl der Sendung nicht sonderlich angesprochen. Mit Peter von Poehl konnte ich so garnichts anfangen, Charlie Winston ist ein sehr smarter junger Mann, musikalisch aber nicht ganz so mein Ding. Kasabian hätte ich lieber pluged, statt unpluged gehört, nun ja. Dafür haben mich die beiden Lieder von Skunk Anansie begeistert, wenn auch sie natürlich ihren großen Hit Hedonism (Just Because You Feel Good) gespielt haben (spielen mussten?) so war das zweite Stück, ein neues, ein echter Knaller.

Mal sehen wie sich die weiteren Sendungen entwickeln. Ich bin gespannt.

Australian Pink Floyd Show

Als leider zu spät geborener Pink Floyd Fan war es mir leider nicht vergönnt ein Konzert meiner Lieblingsband zu besuchen. Ich kann mich noch an die Division-Bell Tour 1994 erinnern als Pink Floyd im Olympia Stadion München spielten und im Radio jemand anrief und der Anrufer berichtete, dass er vom Balkon die Musik des Konzertes hören könne – war ich neidisch! Lange Zeit war ich in Bezug auf Pink Floyd untätig, sowohl was das fansein betrifft, als auch das hören der Musik. Irgendwann Anfang der Nuller Jahre fiel mir dann die Konzert DVD von Roger Waters Solokonzerttour In the flesh in die Hände und die DVD sollte für sehr lange Zeit meinen DVD Player nicht mehr verlassen.

Ich kann mich nicht mehr erinnern wie ich 2006 davon Wind bekam, dass Roger Waters 2007 erneut mit seiner “Dark Side of the Moon Tour” nach Deutschland kommen würde. Wahrscheinlich habe ich über die Webseite von Bruder Franziskus davon erfahren. Größenwahnsinnig wie ich bin, hatte ich mir für das Konzert in der Hamburger Color Line Arena am 17. April 2007 eine Karte der Besten Kategorie für schlappe 125,- € geholt. Eigentlich Wahnsinn. Aber was tut man nicht alles als Fan.

In den folgenden Monaten habe ich die Pink Floyd Szene relativ intensiv verfolgt und bin so auf eine Tribute Band aufmerksam geworden:

The Australian Pink Floyd Show (kurz Aussie Floyds)

2008 waren die Aussie Floyds in Deutschland zu Gast, allerdings konnte ich mich nicht wirklich zum kauf einer Karte durchringen weil ich mir nicht sicher war ob die Band ihr Geld wert ist und ausserdem fand das Konzert in der Stuttgarter Liederhalle statt, wo ich mir nicht sicher war ob das ein geeigneter Ort für ein Rockkonzert ist. Als ich dann die Konzertberichte bei Bruder Franziskus las hätte ich mir am liebsten in den allerwertesten  gebissen, da ich sofort das Gefühl hatte etwas verpasst zu haben. So reservierte ich mir Ende 2008 sofort und ohne nachzudenken eine Karte für das Konzert im Februar 2009 in Stuttgart. Gespielt wurde The Wall. Oh  je – schwere Kost. Und dass, wo The Wall nicht unbedingt zu meinen Lieblingsalben von Pink Floyd gehört. Aber egal.

Auch wenn ich kein großer Fan von The Wall war, das Konzert war genial. Der Sound (inkl. Surround und Deckenlautsprecher) war erstklassig und um Welten besser (!) als bei Roger Waters in Hamburg knapp 2 Jahre zuvor. Und ich hatte wieder einen sehr genialen Platz in der Halle:

Parkett, ungefähr in der Mitte der Halle und ziemlich mittig vor der Bühne.

The Australian Pink Floyd Show hat das Ziel die Musik von Pink Floyd original getreu zu spielen und das bewiesen sie bei diesem Konzert. Auch wenn The Wall nicht mein mein Liebling ist, so kenne ich das Album doch gut. Und während des Konzerts dachte ich mir irgendwann “Hm, diese Passage kenne ich überhaupt nicht?!“. Bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Während der The Wall Tour 1980/81 wurde während der Show nach und nach eine Mauer zwischen der Band und den Zuschauern aufgebaut. Da manche Musikstücke zu kurz waren um die benötigte Anzahl von Steinen auf die Mauer zu setzen wurden von der Band Füllstücke gespielt, welche es so auf dem Album nicht gibt. Und genau diese Füllstücke spielten auch die Aussie Floyds während ihres Konzerts, wenn auch keine Mauer aufgebaut wurde. Ich war restlos begeistert und so nahm ich mir nach dem Konzert eine DVD der Jungs von deren Merchandising Stand mit. Und die DVD ist genauso ein Knüller gewesen.

Nun kommt die Australian Pink Floyd Show 2010 also wieder nach Deutschland:

  • 16. März, Hamburg, Color Line Arena
  • 17. März, Berlin, Tempodrom
  • 18. März, Frankfurt, Jahrhunderthalle
  • 19, März, Stuttgart, Porsche Arena
  • 22. März, München, Olympiahalle
  • 25. März, Freiburg, Rothaus Arena

Für das Konzert in Stuttgart in der Porsche Arena habe ich mir 2 Karten bestellt, wieder Parkett, Hallenmitte, mittig vor der Bühne. Dieses Mal wird laut Konzertbeschreibung die Tour “BIG PINK – Greatest Hits” heißen. Ich bin gespannt und freue mich jetzt schon auf das Konzert. Nur, wie bringe ich die knapp zweieinhalb Monate bis dahin über die Bühne?

Konzeptalbum “1 Giant Leap”

Nach dem der Titel “My Culture” von Maxi Jazz (Faithless) und Robie Williams schon länger ein Favorit in meiner MP3 Sammlung war, habe ich mir letzte Woche auf Amazon das komplette Album von 1 Giant Leap geholt, aus welchem das genannte Stück stammt. Das Projekt/Album “1 Giant Leap” wurde von Jamie Catto und Duncan Bridgeman verwirklicht, indem Sie verschiedene Kontinente bereisten und Musiker um Beiträge zu Ihrem Projekt baten. Diese Beiträge wurden dann wiederum dem nächsten besuchten Musiker vorgespielt um ebenfalls einen Beitrag zu diesem Stück zu leisten. Herausgekommen ist eine Platte voll faszinierender Weltmusik. Continue reading